Tips
zum Genuß von Wein von Pére Antoine :
Die Freude am Genuß von Wein
wird durch ein paar kleine Tips noch gesteigert werden. Jeder
Wein hat seinen eigenen Charakter den wir wie bei einem Menschen
respektieren sollten. Diesen entsprechend zu würdigen wird
uns bei der Befolgung der Tips von Pére Antoine leichtfallen.
Das Verkosten des Weines :
Idealerweise verläuft eine
Verkostung in 5 Etappen, bei der 3 Sinne in der folgenden Reihenfolge
angesprochen werden: Sehen, Riechen und Schmecken
Um das Vergnügen, das der
Genuß einer guten Flasche bereiten kann, wirklich entdecken
und genießen zu können, sollten Sie nach den folgenden
5 Schritten vorgehen:
1. Betrachten Sie die Farbe des
Weines und genießen Sie die jeweiligen Farbtöne mit
ihrem rot oder goldfarbenen Widerschein. Beurteilen Sie, inwieweit
er von zarter oder dunkler Farbe ist, achten Sie auf Klarheit
und Glanz des Weines.
2. Erforschen Sie die Düfte
des Weines den Sie gleich kosten werden. Führen Sie das Glas
an die Nase und nehmen Sie die daraus aufsteigenden Aromen in
sich auf.
3. Dann schwenken Sie den Wein
im Glas und nehmen nun ein zweites Mal den Geruch des Weines in
sich auf. Durch das Schwenken werden weitere Aromen freigesetzt
4. Mit dem ersten Schluck sollen
Sie sich einen ersten Eindruck vor allem über die Vollmundigkeit
des Weines verschaffen.
5. Beim zweiten Kosten wird der
Wein mit ein wenig Luft im Gaumen hin und her bewegt. So kann
er seine ganzen Vielfalt, sein Volumen und seinen aromatischen
Reichtum entfalten.
Nachdem Sie diese 5 Schritte durchgeführt
haben, können Sie sich schon eine genaue Vorstellung von
einem Wein machen den Sie zum ersten Mal trinken.
Die Beurteilung eines Weines ist immer subjektiv, das Wichtigste
ist letztlich, daß er Ihnen schmeckt. Jeder Verkoster hat
seine eigene Wahrnehmung, daher können diese sich einer objektiven
Beurteilung nur nähern, indem Sie sich über ihre Einschätzung
der angebotenen Weine austauschen. Außerdem steigert der
Austausch von Meinungen das Vergnügen der Verkostung.
Vergleichen Sie am besten nur die
Weine einer Kathegorie. Wenn Sie beim Verkosten eines Vin de Pays
einen Chateau Laffite, der bei Ihnen einen unauslöschlichen
Eindruck hinterlassen hat, als Bezugspunkt nehmen, kann dieser
trotz einer auf seinem Niveau ansprechenden Qualität keinen
guten Eindruck hinterlassen.
Ein erfahrener Oenologe schätzt
vor allem einen in sich geschlossenen Gesamteindruck eines Weines.
Er sollte vom ersten Moment auf der Zunge bis zum Herunterschlucken
einen harmonischen und ausgeglichenen Eindruck hinterlassen. Falls
bei der Verkostung auffallende Disharmonien wahrgenommen werden,
kann man davon ausgehen, daß die Rebsortenmischung mißlungen
ist.
Seien Sie geduldig und vergessen
Sie nicht, daß sich Ihnen ein Wein manchmal erst nach dem
zweiten Glas erschließt. Die Temperatur ist nicht immer
ideal, der Wein muß manchmal Luftkontakt haben, damit der
am Beginn der Verkostung gelegentlich dominante Säuregeschmack
verfliegen kann.
Trinken Sie ruhig auch schon am
Vortag geöffnete Weine. Vor allem bei Rotweinen und überhaupt
bei allen ausgewogenen Weinen ist es kein Nachteil, wenn sie nach
dem Öffnen ein wenig stehen. Durch das Stehen kommt ihre
Struktur oft erst richtig zur Geltung .