Château des Adouzes

Jean-Claude Estève
34320 Roquessels

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Fax 04 67 90 12 74

cuvée de l'an 2000 - Geschichte - Böden - Rebsorten - Geographische Gegebenheiten - Weinbau und Kellerwirtschaft - Auszeichnungen - Charakter - Ausbau

Geschichte
Im Gebiet von Faugères werden seit mehreren Jahrhunderten Qualitätsweine hergestellt. Im 16. Jahrhundert verlangten die Lehnsherren in dieser Region, die ihnen zustehenden Steuern in Form von Weintrauben, und im 17. Jahrhundert erwähnt ein Bericht: „die Weine der Berge von Faugères sind von überlegener Qualität"

Böden
Es sind in erster Linie Steilhänge an denen zahlreiche Terrassen angelegt worden sind, die das Bild der Region prägen. Die Bepflanzung auf Terrassen soll hier in erster Linie die Erosion vermindern, das Wasser nicht zu schnell ablaufen lassen, und die Bearbeitung mit Maschinen erleichtern.
In der Appellation Faugères sind die Böden in ihrer Beschaffenheit bemerkenswert homogen. Es wird davon ausgegangen das die Böden zu über 80% einer geologischen Formation aus dem ersten Erdzeitalter entstammt. Sie wird „Monts de Faugères" genannt und ist eine der ältesten geologischen Formationen Frankreichs.
Die geologische Formation „Monts de Faugéres" besteht aus Tonböden, die aus den Ablagerungen des urzeitlichen Meeres entstanden sind. Im Verlauf der hercynischen Faltungen waren die Tonböden extremem Druck bei gleichzeitig großer Hitze ausgesetzt. Dadurch entstand der Schiefer den wir hier heute finden.
Die gesamten Weinberge des Chateau des Adouzes befinden sich ausschließlich auf diesen Schieferhängen auf 200-300 Meter Höhe. Die Hänge liegen alle nach Süden in Richtung Mittelmeer.

Rebsorten

Die Gesamtheit der Domäne ist mit den Edelsorten Grenache, Carignan, Syrah, Mourvèdre und Cinsault bepflanzt. Diese eignen sich besonders für das trockene Klima, und tragen vor allem auch den Besonderheiten des Bodens Rechnung. Vor der Weinbereitung werden die Stiele entfernt, damit die leicht bitter schmeckenden Tanine nicht in den Wein gelangen.


Jede der oben erwähnten Rebsorten hinterläßt im fertigen Wein ihre ganz eigene Note. Die Syrah Traube, eine alte von den Römern eingeführte Rebsorte, sorgt für ganz eigene Aromen und eine gewisse Eleganz. In Roséweinen sorgt sie für Fruchtnoten und eine schöne Farbe, während sie in Rotweinen eine blumige Note, oder den Geschmack von überreifen Beerenfrüchten hat. Außerdem erzeugt sie Tanine von großer Feinheit. Die Rebsorte Grenache gibt dem Wein Kraft und Fülle, während die besonders hochwertigen Tanine der Mourvèdretraube für eine ausgezeichnete Haltbarkeit des Weines sorgen. Sie gibt dem Wein häufig ein leicht nach Leder riechendes Aroma. Die Trauben der Rebsorte Cinsault sorgen nicht zuletzt auch mit ihren Blumenaromen für die Leichtheit und Feinheit eines Weines.

Geographische Gegebenheiten.
Auf den nach Süden ausgerichteten Hängen der Montagne Noire , einem den Cevennenen vorgelagertem Gebirgszug stehen die Rebstöcke auf steinigem Plateaus oder klammern sich an steil abfallende Hügel. Die von der Sonne gerösteten Hänge, das hier herrschende Mikroklima, dies alles schafft eine geographische, klimatische und geologische Einheit die ihresgleichen sucht.
Mitten im Herzen der Region Languedoc Roussillon gelegen, unterliegen die Weinberge des Chateau d`Adouzes dem typisch mediterranen Klima mit seinen trockenen und milden Wintern.

Weinbau und Kellerwirtschaft
Die Anbaufläche beträgt momentan um die 40 Hektar, die Pflanzdichte beträgt 4000- 5000 Rebstöcke pro Hektar.
Die Bodenbearbeitung erfolgt traditionell, das Entfernen der weniger versprechenden Trauben im Juni begrenzt die Erträge auf 30-45 Hektoliter pro Hektar, je nach der für den jeweiligen Wein angestrebten Qualität.
Die Reben werden handgelesen. Die Edelrebsorten (Syrah, Carignan, Grenache, Mourvèdre) geben dem Wein seine intensive, dunkelrubinrote Farbe und Aromen von Beerenfrüchten und Heidekräutern.
Der Stolz der Domaine sind die seit mehreren Generationen auf traditionelle Weise ausgebauten Rotweine. Sofort nach Beenden der Gärung werden die Weine gepreßt und gefiltert. Unter sorgfältigster Pflege erreichen die Weine schließlich ihre volle Reife.
Die Roséweine werden bei niedriger Temperatur (15-16 Grad) ausgebaut.
Die angewandten Ausbaumethoden haben das Ziel, die Vielfalt der Aromen und des Geschmackes der Trauben vollständig wiederzugeben. Daher auch die permanenten Kontrollen und das Bestreben, die Gärtemperatur auf dem gewünschten Niveau zu halten.

Auszeichnungen der vergangenen Jahre
„Coup de Coeur" Guide Hachette 1999 :
Rouge Jahrgang 1996 élevé en fut de chene (Eichenholzfaß)
Concours Général Agricole de Paris 1999 :
Goldmedaille : Rouge, AOC Faugères Jahrgang 1997
Rosé, AOC Faugères Jahrgang 1998
Concours Général Agricole de Paris 1998 :
Goldmedaille : Rosé Jahrgang1997
Silbermedaille : Rouge Jahrgang 1996 élevé en fut de chene (Eichenholzfaß)

Charakter der Weine
Die Rotweine sind runde, gut gezimmerte großzügige und subtile Weine, in denen sich Cassis, Kirsche, Vanille und Lakritze harmonisch mischen. Wenn sie bei Temperaturen von 16-18 Grad serviert werden, passen sie gut zu Fleisch und Wurstwaren, aber wenn man sie zu Wild reicht, zeigen sie erst den ganzen Geschmack, der in den Böden steckt, auf denen sie angebaut wurden.

Die leuchtend hell, lachsfarbenen Roséweine haben einen sehr weichen, fruchtigen Geschmack, da bei ihrer Herstellung eine ausgewogene Mischung der Methoden unserer Vorfahren mit denen der modernsten oenologischen Verfahren gelungen ist. Sie sollten sehr kalt (6-8 Grad) serviert werden und passen hervorragend zu Fisch und Muscheln.
Die in Eichenholzfässern gealterten Weine haben einen feinen Holzgeschmack, der aber den Wein nicht dominiert. Sie enfalten beim Trinken ihre feinen Tannine und zeigen gleichzeitig alle Eigenheiten der gewählten Rebsorten, die durch die sorgfältige Weinbereitung voll zur Geltung kommt. Diesen fruchtigen, leicht holzigen Geschmack im Gaumen zu haben, ist ein unvergeßliches Erlebnis. Man spürt dabei das Werk der Natur und der Arbeit im Keller, die es zur Geltung bringt.
Ausbau
Immer häufiger werden die Rotweine aus Faugères im Eichenholzfaß ausgebaut. Dabei werden Qualitätsweine von hoher Qualität erzeugt. Nach der Flaschenabfüllung können diese Weine, je nach Jahrgang, 5 bis 12 Jahre gelagert werden.